Hochzeit auf dem eigenen Bauernhof in Solingen

Heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Hochzeit vielleicht sogar mein persönliches Highlight des Jahres 2025.
Denn Chantal und Bene haben sich dazu entschieden, ihren eigenen Bauernhof in Solingen in eine echte Hochzeitslocation zu verwandeln. Und das nicht nur für die Feier, sondern auch für ihre freie Trauung – mit einem dazu passenden, wunderbar stimmigen Ritual.
Bauernhof als Hochzeitslocation
Mitten im Bergischen Land, umgeben von Feldern und Wiesen, liegt das Zuhause von Chantal und Bene. Kein Altbau in der Stadt, keine Mietwohnung mit Balkon – sondern echtes Landleben!
Schon die Anreise war wie ein kleiner Roadtrip durchs Grüne. Und was für viele Hochzeitsgäste sonst ein Stressfaktor ist – die Parkplatzsuche – war hier völlig entspannt. Es gab mehr als genug Platz für alle.
Zum Hof gehören zwei Wohnhäuser, eine große Scheune (die normalerweise für Maschinen genutzt wird), ein eigener Hofladen – und ein paar tierische Mitbewohner: Hühner, ein stolzer Hahn und ein paar Esel. Zwar gibt’s aktuell keine große Nutztierhaltung, aber das soll sich in Zukunft wohl wieder ändern.

Die große Scheune wurde für die Hochzeitsfeier aufwändig hergerichtet: frei geräumt, liebevoll dekoriert und mit kreativen DIY-Ideen zum Leben erweckt.
Das Farbmotto war ganz klar: bunt – und so zierten kleine Vasen mit Wildblumen die Tische, passend zum Brautstrauß, zum Anstecker von Bene und natürlich zur Traulocation.
„Nicht so schöne“ Ecken wurden charmant mit weißen Stoffen oder großen runden Strohballen versteckt – die übrigens von der Familie selbst gepresst wurden!
Und genau diese Strohballen dienten bei der freien Trauung auch gleich als Sitzgelegenheiten – kombiniert mit rustikalen Holzbrettern.
Viele Dinge wurden in Eigenregie umgesetzt, mit Hilfe von Familie und Freund*innen. Ein paar Dienstleister wie das Catering oder der DJ wurden natürlich trotzdem beauftragt – aber alles wirkte herrlich persönlich, selbstgemacht und stimmig. Und das Beste: Ein Bauernhof bringt von Haus aus so viel mit – man muss einfach nur kreativ werden!


Freie Trauung auf dem Bauernhof
Es gab einige schöne Freiflächen auf dem Hof, doch Chantal und Bene entschieden sich für die Wiese direkt am Hühnerstall – mit Blick ins Grüne und, klar, gelegentlichem Gegacker im Hintergrund.
Die Sitzgelegenheiten bestanden aus Strohballen, auf die stabile Holzbretter gelegt wurden. Im Mittelgang standen wieder kleine, bunte Blumenvasen. Alles war fröhlich, naturnah, bunt – einfach zum Wohlfühlen.
Ein ganz besonderes Highlight war der gepflanzte Traubogen, an dem echte Kürbisse wuchsen. Und nein, ich glaube wirklich nicht, dass ich jemals wieder so einen besonderen, echten Traubogen sehen werde!
Auch das Trauritual war passend zur Umgebung gewählt: Chantal und Bene hatten einen Apfelbaum besorgt der genau wie die Beziehung der beiden, fünf Jahre alt war und so trug er bereits erste Früchte. Der Baum wurde eingepflanzt an einen Ort, von dem aus sie ihn jeden Morgen vom Fenster aus sehen können. Aber nicht während der Trauung, sondern ein paar Tage später. Während der Trauung bekam der Baum aber auch einen Platz, denn er steht sinnbildlich für den gemeinsamen Weg und soll nun von Jahr zu Jahr mit ihnen wachsen, so wie ihre Liebe.
Und so gab es ein anderes wunderschönes symbolisches Ritual: Bereits mit der Einladung hatten die Gäste bunte Stoffbänder erhalten. Diese sollten mit Wünschen und Erinnerungen beschriftet und zur Hochzeit mitgebracht werden.
Während und nach der Zeremonie wurden die Bänder, gemeinsam mit den Eheversprechen, an den Baum gehängt.
Nach alter Tradition sollen die Wünsche durch den Wind in den Himmel getragen werden, damit sie das Brautpaar überall begleiten.
Die Trauung selbst war eine perfekte Mischung aus emotional und humorvoll, denn die Kennenlerngeschichte der beiden hat es in sich. Es wurde gelacht, viel geweint und am Ende ganz fest gedrückt.
Beide haben sich ihre Eheversprechen selbst geschrieben und vorgetragen – sehr persönlich und sehr bewegend.
Chantals Papa brachte sie nach vorne, Benes Papa überreichte die Ringe und als große Überraschung sangen Mama und Schwester gemeinsam „A Thousand Years“.
Es war einfach rundum wunderschön – vielleicht wirklich die emotionalste Trauung des Jahres.
Ach ja: Und die Hühner und der Hahn gaben hier und da ihre persönlichen Kommentare ab – wie es sich eben gehört auf dem Land.

Die Bauernhochzeit
Das Thema „Hochzeit auf dem Bauernhof“ zog sich durch den ganzen Tag – in einer tollen Mischung aus modern und traditionell.
Der Traktor wurde kurzerhand zur Sekt-Empfangs-Station umfunktioniert. Dosenwerfen, Kickertisch vor Strohballen und eine DIY-Candybar sorgten für Unterhaltung in entspannter Hofatmosphäre.
Abends wurde in der Scheune getanzt – mit stimmungsvoller Lichterkette, DJ und ganz viel Liebe.
Und das Schönste: Es gab keine Nachbarn, die sich über laute Musik hätten beschweren können.
Also wurde gefeiert, gesungen und getanzt – bis in die frühen Morgenstunden.

Mein Fazit als freie Traurednerin
Eine Hochzeit auf dem eigenen Bauernhof, das bedeutet nicht nur Freiheit und Natur, sondern auch unglaublich viele Möglichkeiten für eine individuelle, liebevoll gestaltete freie Trauung. Zugegebenermaßen auch eine riesige Portion Arbeit, aber es lohnt sich!
Chantal und Bene haben mit ihrer bunten Bauernhochzeit nicht nur ihr Zuhause zum Leuchten gebracht – sie haben gezeigt, wie einzigartig, emotional und persönlich eine DIY-Hochzeit sein kann, wenn sie mit Herz, Kreativität und einer Prise Landidylle umgesetzt wird.
Wenn ihr auch von einer freien Trauung auf dem Bauernhof träumt, euren eigenen Ort in eure Geschichte einweben möchtet und dabei eine freie Traurednerin sucht, die euch mit Ideen, Empathie und einem Augenzwinkern begleitet – dann freue ich mich riesig auf eure Nachricht!
Bilder: instagram.com/adventurelens.byjulia








